Gestern sind wir im Süden von Osaka auf das Danjiri Matsuri gegangen. Es ist eine Art Erntedankfest, bei dem um eine gute Reisernte gebeten wird.
Dabei werden 24 transportable Schreine durch die Straßen der Stadt gezogen.
In der ganzen Stadt sind Straßenstände aufgestellt, bei denen man Essen, Trinken und Spielsachen kaufen kann. Aber auch lustige Kinderspiele spielen. Das bemerkenswerteste: Man kann Küken kaufen (ich weiß aber immer noch nicht, das mit den armen Tieren passiert wenn sie größer werden). Oder nach Goldfischen angeln. Die dürfen die Kinder dann mit nach Hause nehmen.
Zu essen gibt es die tollsten Sachen. Hier eine kleine Auswahl, was ich so tolles probiert habe.
Okonomiyaka on a stick xD
Cheeseroll - Teigtasche mit Käse drin
Ein bisschen verwackelt, aber das ist ein Hühnchenspieß (Yakitori)
Und mein ultratoll, leckerer Nachtisch: Glasierte Erdbeeren
Weil die Danjiri von 5 bis 7 Uhr eine Pause machen, sind wir ans Meer, dass keine 3 Minuten entfernt lag. Besonders schön war es nicht, mit den ganzen Industrieanlagen, die im Meer stehen, aber um die Füße reinbaumeln zu lassen hat es allemal gereicht.
Danach sind wir ins Gamecenter, weil die Amis, die mit uns unterwegswaren zufällig zwei große Bottiche voll Spielmünzen geschenkt gekriegt haben. Also haben wir sie alle auf den Kopf gehauen.
Um 7 Uhr sind wir wieder raus auf die Straße, und zu der Zeit, waren die Danjiri hell durch Laternen erleuchte. Es war unglaublich beeindruckend.
Aber die tollste Sache, an einem wirklich unglaublich pervekten Tag, war, dass wir eines der Danjiri mitziehen durften. Die teilnehmenden Japaner haben uns mit Bier, und wer nicht wollte, mit Tee oder Cola überhäuft und sich mit uns unterhalten. Die kleinen Kinder haben uns von ihrem aufregenden Tag erzählt und die älteren wollten uns gleich Heiraten.
Weil unsere lieben Amis zu keinem Bier nein sagen konnten, waren sie ziemlich betrunken, als wir endlich am Bahnhof angekommen sind.
Uns taten die Füße weh und wir waren alle wirklich fertig, als wir um 23 Uhr wieder in Hirakata ankahmen, aber diesen Tag werde ich wohl nie vergessen.